Okemah Beisl & Kaffeehaus Tour 2018/2019

Der Start der Wiener Beisl Tour am 28. April 2018 im GH zum Sieg im zweiten Bezirk war ein voller Erfolg!!!

Demnächst die weiteren geplanten Auftritte für die nächsten 3-4 Monate. Die Geschichte zum Gasthaus zum Sieg und die derzeitige Setlist (wird noch ergänzt) findet ihr nach den aktuellen Bildern.

Setlist Beisltour (wird laufend ergänzt)

57er Chevy (I've got a rock'n roll heart) (Seals/Diamond/Ostbahn)

A Frau mit an Goldherz (Good hearted woman) (Willie Nelson/Dittler arr. Okemah)

A Mensch mecht i bleibn (Ambros)

Alle drei (Wienerlied)

Am Montag fang mer von vurn wida an (Wienerlied)

An der Westbahn (Derry Grey/Kodo Dittler/Okemah CD Donau Mur Blues)

An Schritt vire (One step up) (Springsteen/Ostbahn)

Ana hat immer des Bummerl (Horst Chmela)

Arbeit (Factory) (Springsteen/Ostbahn)

D'Hausherrnsöhnl'n (Volkslied Wien)

Da Hofer (Ambros)

Da Joker (The Joker) (Steve Miller Band/Ostbahn)

Da Wötvadruss (Volkslied/Kern Buam Stmk)

Dann loch'n und wan ma mitanand (Derry Grey/Okemah CD Doppelt brennt)

Der Durscht (Ulli Bäer/Okemah CD Donau MUr Blues feat. Ulli Bäer)

Doppelt brennt (Traditional/Rauschenberger/Okemah CD Doppelt brennt)

Du mochst mi krank (All you ever do is bring me down) (Mavericks/Ostbahn)

Echt super (B. Falcon/Ostbahn)

Elfenberg (Derry Grey/Okemah CD Doppelt brennt)

Es brennt da Huat (Bad moon rising) (John Fogerty/Dittler arr. Okemah)

Finden wirst mi nie (Something stupid) (Sinatra/Text Herbert Frei)

Franz Bodschengls (Mr. Bojangles) (Jerry Jeff Walker/Erich Demmer/Okemah CD Donau Mur Blues)

Freunde (He ain't heavy, he's my brother) (Hollies/Austria3)

Für a paar Stunden (Timischl/STS)

Fürstenfeld (Musik Jandrisits/Text Schiffkowitz/STS)

Glasscherbentanz (Volkslied)

Gogomobil (Pirron & Knapp)

Gö du bleibst heut Nacht bei mir (Kris Kristofferson/Text Schiffkowitz)

Große Dinge (Danzer)

Großvater (Steinbäcker/STS)

Gscheckerts Hutschpferd (Spinning Wheel) (Blood Sweat & Tears/Ostbahn)

Hobellied (Ferdinand Raimund/neu arr. Okemah)

I am from Austria (Fendrich)

I bin a stiller Zecher (Hermann Leopoldi)

I geh' am Strich (I walk the live) (Johnny Cash/Dittler arr.Okemah)

Im Himmel (Tears in heaven) (Eric Clapton/André Heller)

Ka Idee (Speed of the Sound of loneliness (John Prine/Ostbahn)

Kaisermühlenblues (Hinterberger/Hirschal)

Lass mi amoi no d' Sunn aufgehn segn (Danzer)

Lass olle vier Wind wahn (Let the four winds blow) (Fats Domino/Derry Grey/Okemah CD Donau Mur Blues)

Lok 97217 (Derry Grey/Okemah CD Doppelt brennt & LP Ruck ma z'samm)

Mopedstar (Pirron & Knapp)

Neiche Schoin (ZZ Top/Ostbahn)

Obersteirer Blues (Derry Grey/Okemah CD Doppelt brennt)

Olle Liada da Wöt (All the tunes in the world) (Scottish Song/Text Rauschenberger/Okemah CD Doppelt brennt)

Ötscherlandexpress (City of New Orleans) (Steve Goodman/Text Kodo Dittler/Okemah CD Donau Mur Blues)

Prater (Forty shades of green) (Johnny Cash/Text Dittler & Grey)

Schee schee schee (Shame shame shame) (Jimmy Reed/Ostbahn)

Schnucki ach Schnucki (Hermann Leopoldi)

Sie war mei ollaerstes Groupie (Dittler/Grey/Live Reigen Wien)

Steiermark (Gerd Steinbäcker)

Stellt's meine Ross in Stall (Wienerlied)

Summamorgen (Derry Grey/Okemah CD Doppelt brennt)

Sunntog fruah in uns'rer Strossn (Sunday mornin' comin' down) (Kristofferson/Dittler arr.Okemah)

Supertyp (Bad bad Leroy Brown) (Jim Croce/Kottan's Kapelle)

Tröpferlbad (Pirron & Knapp)

Wann i amoi stirb (Wienerlied)

Weana Madln zuckersiaß (Volkslied)

Wild's Wasser (Seer)

Wenn du gehen willst (Ulli Bäer/Okemah CD Donau Mur Blues feat. Ulli Bäer)

 

Café Amadeus

Adresse: 1150 Wien, Märzstrasse 4

 

Das heutige Café Amadeus in Wien Rudolfsheim, nahe Stadthalle und  Urban-Loritz Platz, war in der Kaiserzeit eine Dalmatinische Weinstube. Ganz beachtlich ist, daß sich Räumlichkeit und Ausstattung über 100 Jahre kaum verändert haben. Auch Ofen und der Parkettboden sind wie zu Kaiser's Zeiten. Gegenüber gab es seit 1903 einen dauerhaften Zirkus. Das Bild zeigt den früheren Besitzer Josef Ivanisevic 1912 (Herr mit Melone). Der jetzige Betreiber Edward Schultze hat aus dem Amadeus ein Mekka für Blues, Jazz und andere Musikstile gemacht. Aber nicht nur Musik, auch Lesungen von namhaften Wiener Autoren finden hier immer wieder statt. Vor der Tür parkt oft seine Harley, dann weiß man, er ist zugegen.

https://www.cafeamadeus.at/cafeamadeus/

 

 

190 Jahre Gasthaus zum Sieg

Adresse: 1020 Wien, Haidgasse 8

 

Das Haus selbst wurde urkundlich erstmals 1632 erwähnt, stand damals im Ghetto und gehörte Israel Liebermann. Während des Türkensturmes wird es wie alle Vorstadthäuser verbrannt, um den Angreifern das Vordringen unmöglich zu machen. Zwei Jahre später kommt die Brandruine als Geschenk der Stadt Wien in den Besitz von Georg Kolschitzky, der die Ruine aber offensichtlich wieder veräußert, da schon ein Jahr später Claudius Schenz als Eigentümer genannt wird. 1763 erwirbt der Leopolstädter Richter Andreas Hofmeister das Haus und bereits 1779 befindet sich darin das „Gasthaus zur goldenen Artischocke“. Deren Besitzer hatten bis 1973 eine radizierte Maria-Theresianische Konzession, was bedeutete, der Hausherr war der Konzessionär. 1823 bekommt das Gebäude einen zweiten Stock und damit das heutige Aussehen. 1828 schließlich, also vor 190 Jahren, erhielt das Lokal unter Johann Schramm den Namen „Gasthaus zum Sieg“ in Erinnerung an den Sieg der österreichischen Truppen unter Erzherzog Karl über Napoleon in der Schlacht von Aspern 1809. Auf einem Bild auf dem Gebäude wird der Sieg dargestellt. 1930 übernahm Leopold Kremser sen. die Gastwirtschaft von einem Herrn Weiss und übergab sie 1952 an seinen Sohn Leopold Kremser jun. (noch heute gibt es Leute, die sagen: „gemma zum Kremser“, was dazu führt, dass Unkundige keine Ahnung haben, worum es sich handelt, aber vielleicht ist das auch beabsichtigt?!). Seit 1991 führt Christine Treimer mit Familie das Lokal. Keine lange Speisekarte, nur ein paar immer gute Tagesgerichte und ansonsten einfach das beste Gulasch von Wien, gleich gefolgt vom Freitagsfisch. Das Gulasch macht immer Sohn Franz Tomsits, mittlerweile sowieso der „Capo“, ein gelernter Koch aus der früheren Gourmetkoch- Schmiede „Kuchlmasterei“ in Dritten. Der Ruf des Gulasch führte auch dazu, dass die Hoch – und Deutschmeister hier auch einen Stammtisch haben. Zum Essen gut gezapftes Waldviertler Bier, Hausachterl oder G'spritzter oder manchmal auf Anfrage auch einen ausgezeichneten Keltenwein. Das Ambiente ist einzigartig, umfasst es doch eine Sammlung sehr alter Tonbandgeräte. Die Wände zieren vergilbte Single & LP Hüllen und die dazugehörigen original „schwarzen Scheiben“.

 

Die Internet Seite „Kochgenossen“ beschreibt das Essen des GH zum Sieg und zitiert auch aus dem Roman „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse eine kurze Story aus dem Lokal (wer es im Original nachlesen möchte siehe Buch Seite 433). Menasse wohnt ja selbst nicht sehr weit davon entfernt.

https://kochgenossen.com/gasthaus-zum-sieg-wien-2/

English-speaking readers should still look at the Metropole Website: https://metropole.at/gasthaus-zum-sieg/

 

Bilder:

Derry Grey in seiner Kindheit in Wien.

Die Hauptbesetzung der Beisl Tour 2018:

Derry Grey (voc, ac.guitar) Red Sonja (voc, bass) & Norberto Pronto (voc, ac.lead guitar)

 Beisltour 2018

 

Die Hinwendung auch zu traditionellen Wienerliedern (Leopoldi & Co) und die Besinnung auf die eigenen Wurzeln sind Grund genug im heurigen Jahr mit einer ausgedehnten Beisl Tour zu beginnen, die die Musiker in den nächsten zwei Jahren in die wichtigsten und erhaltenswertesten Beisln und alten Kaffeehäuser der Stadt bringen soll. Derry Grey hat seine Kindheit in Wien im 3. Bezirk in einem Wohnhaus nahe der Rotundenbrücke verbracht, von wo er täglich mit seiner Mutter und Boxerhündin Daisy in den Prater gegangen ist, er ist also ein „Praterkind“. Und der Norberto Pronto ist ein „waschechter“ Meidlinger.

 

Für Derry Grey, der demnächst seinen 65er feiern wird, ist es sehr wichtig, dass die Leute in Österreich nicht auf ihren Dialekt vergessen (zu stark ist für ihn schon der Einfluß deutscher Popmusik) und dass man die Notwendigkeit der alten, traditionellen Lokale vor Ort immer wieder hervorheben muss. Sie sind ein ganz wichtiger Ort für die Kommunikation der Bewohner eines „Grätzls“, Wie man ja weiß sind gute Wirte, Wirtinnen, Kellner und Kellnerinnen ja auch Familie und manchmal sogar Psychotherapeuten. Das sollten auch Politiker nicht vergessen, wenn es wieder einmal um Probleme unserer heimischen Gastronomie geht. Nicht nur Opernhäuser & Co sind erhaltenswert und müssen gefördert werden!