ROLLING THUNDER
The Bob Dylan Tribute Band
Rolling Thunder Dylan Tribute Band vlnr. Peter Ratzenbeck, Michael Willmann, Derry Grey, Reinhard Babusek & Mandy Oberle
Am 24. Mai 1941 wird Bob Dylan in Duluth, Minnesota geboren. Die schillerndste Figur der Newport & New Yorker Folkszene sollte später auch der Wegbereiter für Folk – und Countryrock werden. Dylan ist mittlerweile der wohl bedeutendste Songschreiber aller Zeiten. Zu seinem 70. Geburtstag spielte im Reigen eine aus verschiedenen Gruppen speziell für diesen Tag zusammengestellte „Tribute Band“, die so großen Eindruck hinterlassen hat, dass man sich zu weiteren Auftritten entschlossen hat. Allerdings sind infolge des 100. Geburtstages von Woody Guthrie 2012 aus terminlichen Gründen keine Veranstaltungen vorgesehen.
Kurz zur Tribute Band: von „Okemah“, die mit „Reggae baby“ oder „Mississippi steamboat“ eine zeitlang in Ö3 zu hören waren und von der ACMF zur besten Countryband Österreichs gekürt wurden, kommt Sänger, Gitarrist und Bluesharpplayer Derry Grey. Als einziger Nichtösterreicher mit dabei, der aus der Schweiz stammende Rockgitarrist Mandy Oberle, der gerade mit seinem „Dire Straits Project“ durch die Lande tourt. Von den „Ausseer Hardbradlern“ kommt Bassist Reinhard Babusek und von der irisch-englisch-steirischen Kultband „Shenanigans“ wurde Michael Willmann verpflichtet. Keiner Band gehört der wohl beste Akustik Gitarrist Österreichs, Peter Ratzenbeck, an, der aus dem Waldviertel anreist und von dem unter anderem seine schon auf der CD „Resonances“ verewigte Dialekt-Version von Dylans „All along the watchtower“ zu hören sein wird. Ein großer Abend zum Mitfeiern für alle Bob Dylan Fans.
Musikalisch gibt es viele Bob Dylan Klassiker zu hören, vorwiegend aus seiner „elektrischen“ Periode Ende der 60er bis Anfang der 70er, aber auch Akustik Titel, die von Grey, Oberle und Ratzenbeck allein interpretiert werden.
Hinzu kommen bei weiteren Auftritten auch noch Titel, die Dylan in Zusammenarbeit mit anderen Musikern aufgenommen hat. 1967 entstanden bereits die ersten Aufnahmen mit der „Band“ in ihrem Haus nahe Woodstock, veröffentlicht erst viele Jahre später als „Basement Tapes“. Die „Band“ begleitete ihn auf seiner „Electric Tour“ und es entstanden weitere Aufnahmen für die Alben „Self Portrait“, „Tribute to Woody Guthrie“, „Planet Waves“, „Before the flood“ und „The last waltz“, dem finalen Konzert der „Band“, das 1978 auch als viel gerühmter Konzertfilm von Martin Scorsese in die Kinos kam. 1973 wirkte Dylan auch als Bandmitglied bei Doug Sahm mit und es entstand mit dem Album „Doug Sahm & Band“ ein Meilenstein der Tex-Mex Music. Der ebenfalls 1941 in San Antonio / Texas geborene Doug Sahm schaffte es sogar hierzulande in die Hitparaden und zwar mit seinem „Sir Douglas Quintett“ und den Songs „Mendocino“ und „Dynamite Woman“. Sahm starb 1999.
Eine weitere Band begleitete Dylan bei seinen späteren Konzerten – „Tom Petty und seine Heartbreakers“.
Mit Petty, Roy Orbison, Jeff Lynne und George Harrison, mit dem Dylan schon gemeinsam beim Konzert für Bangla Desh aufgetreten war, gründete er die Supergroup „Taveling Wilburys“, die zwei äußerst erfolgreichen Alben veröffentlichten. Orbison starb während der Aufnahmen zum zweiten Album.
Und nun noch ein paar Zeilen zu "Rolling Thunder".
Die Rolling Thunder Revue war eine Konzerttournee einer Gruppe von Musikern, die von Bob Dylan initiiert und angeführt wurde. Sie fand im Herbst 1975 und Frühjahr 1976 statt, unterbrochen von einer Winterpause, in der Dylan sein zuvor produziertes Album „Desire“ herausbrachte, an dem auch Eric Clapton als Studiomusiker mitwirkte. Erste Station war Plymouth / Massachusetts. Der erste Teil endete mit einem Benefizkonzert im Madison Square Garden für den zu Unrecht inhaftierten Boxer Rubin „Hurricane“ Carter. Als Gäste Muhammed Ali und Roberta Flack. Dylan schildert sein Leben im Song „Hurricane“ und besuchte ihn mit der kompletten Tourbesetzung im Gefängnis von Trenton. 1985 wurde Carter in einem neuen Prozess freigesprochen. Der zweite Teil der Tour startete 1976 in Florida und führte durch den Süden und Südwesten.
Neben Dylan gehörten Joan Baez, Roger McGuinn, Kinky Friedman, T-Bone Burnett, Mick Ronson, David Mansfield, Scarlet Rivera, Rob Stoner, Howie Wyeth, Ramblin' Jack Elliott und Bob Neuwirth, Steve Soles, Ronee Blakley und Luther Rix zu den Musikern. Mit dabei auch Poet Allen Ginsberg und später noch Joni Mitchell.
OKEMAH