Derry Grey Bio

Derry Mom & Dad Derry Mom & Dad

1953 – 1968

 

1953 wird Derry Grey in der Steiermark geboren. Zwei Jahre vor Schulbeginn wohnt die Familie in Wien in der Rasumofskygasse in Wien im 3. Bezirk. Onkel Ludwig, der Bruder der Mutter, wandert nach Australien aus. Dann geht es wieder in die Steiermark zurück. Von seiner Mutter lernt er die ersten Songs und etwas Gitarre zu spielen. Ab Herbst 1968 wohnt Derry in einem Schülerheim in Graz.

 

1969 - 1971

 

1969 Derry Grey nimmt seinen ersten Song (Donovan's "I'll try for the sun") in Graz auf und gründet er mit zwei weiteren Musikern in Graz das Blues-Trio "Crusade" (benannt nach einer John Mayall-Platte). Sein Partner Chris Scheuer wird später Karikaturist bei der Kronenzeitung und danach Comic-Zeichner in Frankreich (Marie Jade) und Hamburg. Derry Grey trifft in Graz anl. einer Benefizveranstaltung, an der er mitarbeitet, den Austro-Kanadier Jack Grunsky (Jack's Angels) und seine langjährigen Freunde Ernst Pozar und Jimmy Cogan (Turning Point). Gerd Steinbäcker (STS) "drückt" mit ihm gemeinsam die Schulbank im MuPäd am Hasnerplatz.

 

Daneben erste graphische Arbeiten, zweijährige Ausbildung bei Famous Artists zum Gebrauchsgraphiker. Obwohl die Gymnasialzeit nicht dem entspricht, was er sich als Ausbildung vorgestellt hatte, erfährt er zumindest eine Förderung durch zwei Professoren – dem akademischen Maler Karl Franz Fürst, dem er seine Einführung in die Welt der Illustration verdankt und dem Gitarrenprofessor Sawoff, einem Emigranten aus Australien, der das Land infolge seiner Einberufung zum Vietnamkrieg verlassen hatte.

 

Die schulische Unzufriedenheit führt dazu, dass er mit Chris Scheuer auf Wanderschaft geht, wie es vor ihm schon Vorbild Dylan oder auch Woody Guthrie getan haben. Der österreichische Winter allerdings vereitelt den Plan gründlich, sie kehren zurück und müssen fortan unter ziemlich unangenehmen Bedingungen die Schulbank drücken, was schließlich zum Abgang führt.

 

1971 Auftritt als Harp-Player mit Musikern der "Big Wheel Bluesband" in St. Paul in Kärnten.

 

1972 beginnt er Chansons zu singen und beginnt mit der Vertonung von Gedichten von Erich Kästner und Kurt Tucholsky.

 

1973 erster "namhafter" öffentlicher Auftritt mit dem Programm „Was nicht in euren Lesebüchern steht“ als Solist in einem Studentenclub (Artikel in der Kleinen Zeitung).

 

1974 bis 1978 Leiter der Gruppe 19 von Amnesty International. Unter seiner Leitung kommt es zu zahlreichen öffentlichen Aktivitäten, wie etwa einem Auftritt mit Liedern von Victor Jara, einer Ausstellung über Albert Camus oder einer Fotoausstellung über Südafrika mit von Freunden und späteren Mitarbeitern aus dem Land geschmuggelten Aufnahmen. Auf Derry folgt die Amerikanerin Marian Pink, einer Absolventin für Journalismus an der Universität von Oxford.

 

Als freier Mitarbeiter beim ORF Steiermark organisiert Derry 1978 im Auftrag des damaligen Unterhaltungschefs Pert Oberhauser den Jugendcorner in Eisenerz.

 

Danach gründet er mit dem Hotelier Karl Baumann Jr. den Verein für Literatur und Kunst (es folgen in den nächsten Jahren mehr als 200 Veranstaltungen – Lesungen, Literaturwettbewerb an den höheren Schulen, Literaturfilmtage, Folkfestivals im Werkshotel u.a.) Ein Gast und Förderer ist Literaturpapst Hans Weigel. Zu den engen Bekannten zählt weiters der ebenfalls schon verstorbene Kärntner Autor und Globetrotter Humbert Fink und der Wiener Autor und Graphiker Alexander Sixtus von Reden.

 

Bei der Wiener Schauspielerin und Schriftstellerin Elisabeth Mosberger (einer Schülerin von Elisabeth Flickenschildt in Berlin) nimmt er kurzzeitig Schauspielunterricht. Gründet die Kellerbühne „Stacheltheater“ und führt Regie bei einem Beckett Stück im Stadtsaal Leoben. Weiters Mitglied der Kabarettgruppe „Die 4 vom Grandhotel“, die Sketches und Geschichten von Thorberg, Qualtinger und anderen österreichischen Kaffehausliteraten auf die Bühne bringt.

 

Mitarbeit am Buch „Die Steirische Eisenstraße“, das im Oberösterreichischen Landesverlag mit dem Beitrag von Derry Grey – „Leoben, eine Stadt erwacht“ -erscheint.

 

1980 bis 1982 ist Derry Redakteur für Folk & Countrymusic beim Wiener „Musikmacher“, der damals auflagenstärksten österreichischen Musikzeitschrift (Auflage 400.000) und veröffentlicht darüber hinaus mit Herbert Lerchegger das Kulturmagazin „Pegasus“. Nach 2 Ausgaben wird das Magazin zwei Jahre als monatliche Kulturbeilage zur Obersteirischen Zeitung veröffentlicht, allerdings dann unter dem Titel „Schauplatz“.

 

1985 – 2010

Über ein Dutzend Tonträger mit der Folk & Countryband Okemah. Vorträge, Seminare und Workshops für die Volkshochschule Leoben, diverse Reiseveranstalter und das Museum der Stadt Leoben. Mit der Cherokee Indianerin, die einige zeit bei ihm und seiner Frau wohnt, geht er auf Vortragstournee (Vorträge über die derzeitige Situation der nordamerikanischen Indianer). Bei Hyemeyohsts Storm, einem Medizinmann der Cheyenne bildet er sich im Umgang mit dem „Medizinrad“ weiter.

 

1988 moderieren Derry Grey und Desmond Doyle das Word Countrymusic Festival in Graz für den ORF (Radio und TV). Derry moderiert weitere Musiksendungen im ORF Steiermark (als Co-Moderator) und Radio MM2 (Marburg).

 

1990 – 2001 in 11 USA Reisen ist Derry über 25.000 km in mehr als 20 Bundesstaaten auf musikalische Spurensuche unterwegs.

 

Zwei Jahre Organisator der Veranstaltungsreihe „Jazz in Leoben“ gemeinsam mit dem Jazzsaxophonisten Roland Hollik im Auftrag des Tourismusverbandes. Rund 200 Veranstaltungen. Höhepunkte waren die Auftritte von Jan Garbarek und des Glenn Miller Orchesters.

 

2000 - Nach langer Zeit wieder Veröffentlichung von graphischen Arbeiten bei der Kunstmesse in der Kunsthalle in Leoben und bei der internationalen „Art Innsbruck“, Graphikzyklus „American Dreams“.

 

2001 startet Derry mit A-Folk eine neue Konzertserie für Nachwuchsmusiker aus der Region Obersteiermark und begibt sich mit Sohn Chris auf keltisch-literarische Spurensuche ins englische Cornwall.

 

2002 Derry moderiert bei MM 89.6 die Country Sendung „Westside“. Im November plant der Verein für Literatur & Kunst in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen das mehrtägige Festival „Days of Thunder“ im ehemaligen Leobner Zentralkino, um damit vielleicht eine dauerhafte Auftrittsmöglichkeit für die große Hardrockszene zu schaffen. Beim Radiosender bleibt er zwei Jahre und verfasst und moderiert über 100 Sendungen.

 

Seit 16 Jahren Lehrer an der Volkshochschule für Gitarre, Gesang und völkerkundliche Themen. Zwei Semester Volkskunde an der UNI Graz (als außerordentlicher Student).

 

Derry lebt heute mit seiner Frau in Wien im zweiten Bezirk und organisiert für die Kulturinitiative TMBH diverse Veranstaltungen. Lesungen gemeinsam mit Günther „Tschif“ Windisch in mehreren Wiener Lokalen und im Vorjahr auch in der Stadthalle anl. der Veranstaltungsreihe „Lesung gegen Gewalt“ der Basis Kultur Wien (gemeinsam mit Erich Schleyer, Peter Kutzer Salm und ORF Moderator Robert Steiner).

 

Größere Vorträge:

 

Im Museum der Stadt Leoben:

 „Wie der Hauch eines Büffels im Winter“ (Die Prärieindianer)

„Zigeuner“                                                                                        

„Poesie und Tod“                                                                              

„Der Aufmerksame – die Kulturzeitung von Erzherzog Johann“                   

„Der andere Peter Rosegger“                                                                      

„Ireland meets Austria“ u.a.                                                             

 

Im Museum der Stadt Eisenerz:

 „Das Medizinrad“                                                                             

 

Im Stadtsaal Leoben:

„400 Jahre Volkmusik“                                                                         

„USA - der Süden“                                                                         

 

Im Kunstcafe´ Galerie in Graz:

„Amerika“ von Franz Kafka“                                                              

 

Im Minoritensaal in Graz:

„USA – Go West“                                                                                          

(mit Lauda Air, KUONI, Club Med ...)                                                

 

VHS Leoben:

„Die Anderswelt der Kelten, Tibeter und Navajo“                      

 

Künstlername:

Der Künstlername lautet in voller Länge eigentlich „Wolf Derek Grey“. Grey passt zwar zum ergrauten Bart, ist aber dem legendären US-Western Autor Zane Grey gewidmet, der ihn bereits als Kind in Gedanken nach Amerika reisen ließ. 1997 haben Derry und seine Frau Dagmar Zane Grey’s Wohn- und Wochenendhaus in Colorado besucht.

 

 

 

 

Derry's früherer, schon verstorbener Hund Colin, ein Red & White Irish Setter und Rocky, der derzeitige Familienhund, ein Schäfer.